Weiherkette Mühlematt

In den Gemeinden Münchenstein und Muttenz enstanden an der Mühlemattstrasse 3 Weiher im Zuge der Biodiversitätsförderung. Wie wir beobachten konnten ist der Standort bereits sehr divers. Bei den Bauarbeiten sahen wir mehrere Hirschkäfer, Feuersalamander und sogar eine Ringelnatter.

Bei diesen drei Weihern wurde kein Material abgeführt. Zuerst wurde das humose Material seitlich deponiert, danach bauten wir mit dem Aushubmaterial einen Damm, oder verteilten das Material gleichmässig um den Weiher. Das Material wurde verdichtet und auf ein Niveau gebracht. Beim Weiher 3 wurde sogar ein Teil vom lokalen Aushubmaterial als Weihersubstrat wiederverwendet. Das Lehmige Material ist für die Amphibien sehr wertvoll, da sie sich darin einnisten können. Ansonsten wurden die Weiher mit einem lokalen Kies aufgefüllt. Die steilen Partien wurden mit Schroppen oder Steinen gesichert damit das Kies nicht abrutscht und weitere Lebensräume geschaffen werden. Auch Steine vom Aushub und Wurzelstöcke wurden wiederverwendet um Kleinstrukturen/Lebensräume für die Tiere zu schaffen. Zum teil mussten wir erst noch roden. Das dabei anfallende Astmaterial wurde neben den Weihern zu Asthäufen aufgeschichtet, damit weitere Lebensräume für Vögel geschaffen werden.

Weiher 1 – nach dem Aushub
Weiher 1 – Totholz, Steinlinsen und Trockenmauern sind wertvolle Kleinstrukturen.
Ein bisschen Landart muss sein =) Weiher 2
Um den Abstand zum Acker zu wahren haben wir entlang dem Damm eine kleine Trockenmauer gebaut.
Weiher 2 von oben
Beim Weiher 3 haben wir auf Grund eines Denkfehlers Wandkies verwendet statt Gelbkies. Ich dachte das Wandkies wäre das lokalste. Doch das „Wandkies“ kommt aus dem Rhein. Der Ingenieur meinte etwas mehr Diversität in der Materialisierung findet er gut. Hier wurde auch lehmiges Aushubmaterial wiederverwendet.
Ein Prachtsstück von einem Hirschkäfer
Feuersalamander